Am Samstag, den 30. Oktober, fand erstmals wieder ein Konzert des Wachenbucher Orchester in der
Mittelbucher Mehrzweckhalle unter dem Motto „So schön ist Blasmusik“ statt. Die Verunsicherung
seitens des Vereins war im Vorfeld groß: Sind die Musiker in der Lage, wieder ein Konzert auf die
Beine zu stellen? Werden Zuschauer kommen? Die Zuschauer kamen, die Halle war recht ordentlich
gefüllt. Die Freude, endlich wieder Musik live zu erleben, Bekannte zu treffen und wieder „unter
Leute“ zu kommen, war förmlich zu greifen. Und die Musikerinnen und Musiker waren ebenfalls
sichtlich und hörbar absolut motiviert. Doch bevor das Konzert richtig Fahrt aufnahm, nutzte der
neue Vorsitzende Stefan Schmidt die Gelegenheit, sich dem Publikum auf eine sehr sympathische
und authentische Weise vorzustellen. Gemeinsam mit seinem Vorgänger Wolf Koch begrüßte er die
Ehrengäste, darunter den Ersten Stadtrat Karl Heinz Kaiser aus Maintal und die
Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck aus Hanau. Im Laufe des Abends stattete noch Landrat
Thorsten Stolz dem Blasorchester seinen Besuch ab.
 
 
Nach der Begrüßung startete das Blasorchester Wachenbuchen unter der Leitung von Dominik
Thoma mit einer Auswahl von traditioneller Blasmusik durch. Mit viel Spielfreude wurden Walzer,
Märsche und Polkas vorgetragen, alle neu im Repertoire des Orchesters, wie der Marsch
„Märchenkönig“ von Timo Dellweg oder die „Perger Polka“ von Kurt Gäble. Ein erster Höhepunkt war
ein Flügelhornsolo mit dem Titel „My Dream“, souverän vorgetragen von Gunter Reuter, der in
diesem Jahr auf 50 Jahre aktive Mitgliedschaft in Wachenbuchen zurückblickt und dafür noch
zusätzlich zu seiner famosen Leistung am Instrument, gefeiert wurde.
 
Auch in der zweiten Konzerthälfte bekamen die Zuhörer den für Wachenbuchen typischen Mix aus
traditioneller und moderner Musik zu hören. So gab es Musik von Abba, aus dem Rock-Märchen
Tabaluga, sowie aus dem Musical „König der Löwen“. Moderator Wolf Koch versuchte die Stücke
durch einen verschärften Blick auf Hessen und seine oft „schnoddrigen“ Bewohner miteinander zu
verbinden und konnte die Zuhörer dabei des Öfteren zum Lachen bringen.
 
Wie gut das Orchester und sein Dirigent Dominik Thoma harmonieren, zeigte sich deutlich im letzten
Stück des Programms „Im weißen Rössl“, einem Potpourri mit Melodien aus dem Singspiel, das im
Jahr 1930 uraufgeführt wurde. Die vielen Tempo- und Stilwechsel, die vielen Effekte im Schlagzeug
gelangen mühelos und überzeugend, sodass am Schluss das Publikum begeistert mitklatschte.
Die eingeforderte Zugabe wurde von Thoma mit der Bemerkung eingeleitet, dass Musiker – egal ob
Amateure oder Profis - eine schwere Zeit hinter sich hätten und heilfroh wären, endlich wieder vor
Publikum spielen zu dürfen. Zu Hören gab es eine Polka mit dem Titel „Guten Abend, gute Nacht“, die
mit dem Themenmaterial aus Brahms Wiegenlied spielt und mit dem Original-Choral endet. Dies
sorgte für eine absolute Gänsehautstimmung im Publikum und so durfte das Orchester erst nach
einer weiteren Zugabe die Bühne verlassen. Die Zuschauer und die Akteure hatten viel Freude an
diesem Abend, dies war überall herauszuhören und zu spüren.
 
Nach langer Pause hat es der Klangkörper Blasorchester Wachenbuchen geschafft, ein sehr
gelungenes Konzertprogramm auf die Beine zu stellen, das Lust auf mehr macht.
 
 
 
 
 

 

 
 

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