Von 15. bis 17. April veranstaltete das Blasorchester für seine Jugend ein Probenwochenende, um sich auf das Konzert am 14. Mai konzentriert vorbereiten zu können. Dies fand nicht zu Hause in Wachenbuchen statt, sondern in Daun, mitten in der Vulkaneifel. In einer Jugendherberge fanden alle 38 mitgereisten Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren Platz.

Natürlich verreisten wir mit Sack und Pack, so dass der Bus bis unter das Dach mit den verschiedensten Utensilien voll beladen war. Nach mehr als zwei Stunden Fahrt kamen wir gegen 18 Uhr in der Jugendherberge an. Hier bekamen wir zunächst Abendbrot, um uns für die an diesem Abend noch anstehende erste Gesamtprobe zu stärken. Noch motiviert wurde ab 19 Uhr noch zwei Stunden geprobt. In einem kleinen Bistro innerhalb der Herberge vertrieben wir uns die Zeit bis 23 Uhr. Wobei lobend zu erwähnen ist, dass der ganze Abend, sei es im Bistro, oder auf den Zimmern, sehr ruhig verlaufen ist.

Am nächsten Morgen ging es mit Registerproben weiter. Junge vereinseigene MusikerInnen aus dem Stammorchester hielten diese ab, und mussten dabei gegen die Probenarbeit von zwei Spielmannszügen (Umgangsspr.: siehe Überschrift) arbeiten, die an diesem Morgen angereist waren. Jeder hatte in den drei Stunden zwischen neun und zwölf Uhr zwei Stunden Probe und die andere Stunde zur freien Verfügung. Geprobt wurde überall: Natürlich im Proberaum, aber auch im Spielzimmer und in den Schlafräumen, die wir belegten. Belohnt wurden diese Anstrengungen mit Freizeit am Nachmittag, in der verschiedene Aktivitäten angeboten wurden. Jens W. ließ es sich als Diplomgeologe natürlich nicht nehmen, eine Wanderung zu den Seen, die sich in den erloschenen Vulkankratern bildeten, den so genannten Maaren, anzubieten.

Ja, man könnte meinen, dass dieses Freizeitangebot mit dem Wort „Wanderung“ gestorben gewesen sei, doch es nahmen tatsächlich 24 Jungs und Mädels (freiwillig!) an dieser Wanderung teil! Eine Führung um den Maar samt Erklärungen zur Entstehung rundete die Wanderung ab. In dieser Zeit hielt Timo B. die „Daheimgebliebenen“ mit Spielen auf Trab, so dass jeder am Ende auf so einige zurückgelegte Meter schauen konnte. Während der abschließenden Gesamtprobe an diesem Samstagabend konnte man auf jeden Fall feststellen, dass dieser Tag recht anstrengend war. Vielleicht auch deshalb verlief auch die zweite Nacht sehr ruhig. Sicherlich lag dies aber in erster Linie an der ruhigen und besonnenen Art des Musikers an sich! Am nächsten Morgen ging es natürlich weiter mit Musik, und ich kann euch sagen: Die zweistündige Gesamtprobe am Sonntagmorgen konnte sich auf jeden Fall hören lassen! In neun Stunden Probenarbeit wurde an diesem Wochenende viel mehr herausgearbeitet, als dies in aufeinander folgenden Freitagen möglich ist.

Das Endergebnis, zu dem natürlich auch die zwölf Jugendlichen beitrugen, die nicht mit in der Eifel waren, konnte man sich am 14. Mai in der Mehrzweckhalle in Mittelbuchen anhören. Und Sie, die es gehört haben, werden mit mir einer Meinung sein, wenn ich behaupte: Das war spitze!

Nach Hause fuhren wir am Sonntagmittag gegen 13:30 Uhr. Alle ein wenig erschöpft und doch froh dabei gewesen zu sein.