- Große Verdienste des Ehrenvorsitzenden -

Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Blasorchesters Wachenbuchen, Horst Werner, verstarb am 18.2.2002 nach schwerer Krankheit.

Anlässlich der Trauerfeier am 25.02.2002 in der Kirche zu Wachenbuchen nahm das Blasorchester bereits Abschied. In dieser Woche wurde der verdiente Vereinsmensch im Familienkreis beigesetzt. Der Tod von Horst Werner hinterlässt nicht nur in seiner Familie, sondern auch in " seinem Verein" ein große Lücke.

Oft und gerne stand Horst Werner am Rednerpult des Blasorchesters Wachenbuchen, wenn er kompetent und detailliert durch das Konzertprogramm führte. Amacing Grace und" time to say good bye" waren oftmals die Schlusslieder des Orchesters.. Am 25. Februar musste sich der Verein nun selbst von seinem Ehrenvorsitzenden verabschieden und "good bye" sagen. Die Musiker und Musikerinnen, die Familie und alle Trauergäste waren sein letztes Publikum.

Willi Fischer, der Vereinsgründer, hatte 1972 wieder einmal ein Schülerorchester auf die Beine gestellt, das seinen 1. Auftritt beim Richtfest des Kindergartens im Oktober 1972 in Wachenbuchen hatte. Mit dabei war auch Frank Werner. Seit dieser Zeit waren Horst Werner und seine Familie fest mit dem Blasorchester verbunden.

Damals gab es noch keinen eingetragenen Verein. Also machte sich Horst Werner daran, Strukturen aufzubauen. So konnte er seine hohe fachliche Kompetenz und sein Hobby ideal mit einander verbinden. Im März 1981 wählte der Verein erstmals einen Vorstand und Horst Werner als 1. Vorsitzenden. Das war eine gute Wahl. Horst hatte eine Vorbildfunktion inne. Er war eine herausragende Persönlichkeit, stets zuverlässig, ausgestattet mit hohem diplomatischem Geschick und fleißig. So manches Wochenende und viele Urlaubstage hat er für seinen Verein geopfert. Er war da, wenn es galt und hat sich selbstlos für seinen Verein eingesetzt. Und dies bezieht sich auch auf seine Familie, insbesondere auch auf seine Frau Karin. Er war 16 Jahre lang Vorsitzender und wollte die Arbeit in jüngere Hände übergeben. Er tat dies am 25. Februar 1997, genau 5 Jahre vor seiner Trauerfeier. Seitdem war er Ehrenvorsitzender des Blasorchesters Wachenbuchen.

Horst Werner war aber nicht nur der Präsident, er war auch Mensch und Freund, der für jeden ein offenes Ohr hatte. Er war sehr hilfsbereit und hat sich engagiert, egal bei welchem Anliegen. Er hatte Ausstrahlung und Herzenswärme, man konnte bei ihm eintauchen. Deswegen war er in Wachenbuchen und in seinem Verein anerkannt, geschätzt und sehr beliebt.

Horst Werner war aber auch gesellig und das Blasorchester erinnert sich noch gerne an die vielen schönen Stunden im In- und Ausland, die die Musikanten gemeinsam mit ihm verleben durften. Mit dabei waren damals auch die unvergesslichen Säulen dieses Vereins: sein engster Freund Willi Schmidt, den der Verein vor fast genau 10 Jahren verloren hat und der Vereinsgründer Willi Fischer, dessen Verlust im letzten Jahr verschmerzt werden musste. Diese Säulen sind zwar gegangen, aber schöne Erinnerungen bleiben.

Die vom Hessischen Musikverband beabsichtigte Ehrung für besondere Verdienste um die Volksmusik durch Aushändigung der Ehrenmedaille in Gold war Horst Werner wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes nicht mehr vergönnt.

Seine letzte Rede hielt Horst Werner an Silvester vor seinem Anwesen in der Hohen Tanne an das Blasorchester. Er bleibt unvergessen.