Unter dem Motto „Landschaften –sagenhaft und legendär“ fand am vergangenen Samstag das Jahreshauptkonzert des Blasorchesters Wachenbuchen statt. Der Saal war mit rund 400 Besuchern gut gefüllt und erweckte durch die von Birken umrankte Bühne einen erfrischenden Eindruck.

Die Eröffnung viel in die Hände der jüngsten des Vereins, des Nachwuchsorchesters und wurde mit „Star Wars“ von John Williams bestritten, vorauf im Anschluss der erster Vorsitzender Helmut Schmidt das Wort übernahm, um alle Anwesenden rechtherzlich zu begrüßen. Nach zwei weiteren vorgetragenen Stücken unter der Leitung von Dominik Thoma wich das Nachwuchsorchester den etwas älteren, dem Jugendorchester. Mit „L’exposition Universelle“, dem Pflichtstück des kürzlich besuchten internationalen Wertungsspiels in Italien, machten die Zuhörern eine Reise in das Paris zu Zeiten der Weltausstellung um 1900 und erlebten unteranderem die Tänze eines Walzers und die Leichtigkeit eines Can Can. Die Moderation der Jugend übernahm Lisa Kiffer, eine Musikerin aus dem Jugend- und Stammorchester, welche mit Ihrer liebevollen Art die Stücke dem Publikum näherbrachte. Drei kurzen Chorälen nach einer japanischen Gedichtsform war als zweites Stück zu hören. Nach „Dances of Innocence“ von Jan van der Roost verabschiedete sich das Jugendorchester unter tosendem Applaus und einer weiteren Zugabe, dem allseits bekanntem „Always look on the bright side of life“ der Gruppe Monty Python.



 

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es ernst und das Stammorchester betrat die Bühne, nun unter Moderation von Pfarrer Helmut Müller, der mit seinem lockeren intelligenten Humor die Zuhörer unterhielt. „A Huntingdon Celebration“ hieß das erste Stück des Stammorchesters, welches anlässlich eines zehnjährigen Jubiläums für ein englisches Orchester aus Huntingdon (England) komponiert wurde und durch seine leichte und feierliche Atmosphäre begeisterte. Mit Fanfaren und geheimnisvollen Gesängen hob sich die „Alpin Saga“, wie die Berge von denen sie erzählt, über die Köpfe des Publikums hinab und ließ die Welt zwischen den Klippen der Crescendi des Bleches verschwinden, während programmbegleitend auf einer großen Leinwand die schönsten Bilder der Alpen zu sehen waren. Passend zu den Weiten der Berge fügte die „Ferne Weite“ dem klanglichen Erlebnis noch den letzten Schliff hinzu und machte gleichzeitig Platz um die Gedanken frei werden zu lassen.

 Bevor es  in die zweite Pause ging wurde passend zum irischen Whiskey „Lord Tullamore“ aufgelegt, indem schnelle Melodien der irischen Folklore und erquickende Akkorde die Sinne belebten.
Gestärkt durch Speisen und Getränke in der Pause begann nun der zweite Teil des Stammorchesters, indem es mit ähnlich lebendiger Unterhaltung weitermachte und alle Anwesenden mit „Panaché“ aus der Pause holte. Legändäre Landschaften Afrikas waren nun das Thema, die nicht nur über die Leinwand zu sehen, sondern vor allem dank „Out of Afrika“ bis in den letzten Winkel eines jeden Körperteils zu spüren waren. Die weitläufigen und malerischen Melodien des Südkontinents wurden auch weiterhin gepflegt, indem die Filmmusik aus Disneys Meisterwerk „Der König der Löwen“ erklang und im weitesten Sinne die Sonne aufgehen ließ. Mit „Children of Sanchez“ und wunderschönen Melodien des Soloflügelhorns von Alexander Steup verabschiedete sich das Orchester nach einem langen Abend und ließ noch ein letztes Mal fetzige Rhythmen und Melodien der spanischen Mentalität erklingen. Mit lautstarkem Applaus konnte Vorsitzender Helmut Schmidt gar nicht anders, als eine verdiente Zugabe zu genehmigen: „Music“ von John Miles ließ noch einmal vertraute Melodien erklingen und bereitete so einen angenehmen und sicheren Heimweg zu später Stunde.