Erich Fischer Unser aktiver Musiker und Mitbegründer des Blasorchesters Wachenbuchen, Erich Fischer, verstarb am 14. Juli 2015 nach schwerer Krankheit. Am Montag, dem 20. Juli wird der Verein in der Kirche zu Wachenbuchen Abschied nehmen. Erich hinterlässt nicht nur in seiner Familie, sondern auch in „ seinem Verein“ eine kaum zu füllende Lücke.

Ebenso wie sein Vater und Vereinsgründer, Willi Fischer, galt das besondere Augenmerk von Erich der Jugendarbeit. Der Vorstand ernannte ihn deshalb ab 1.8.1982 zum Ausbildungsleiter des Orchesters. Beim Jahreskonzert 1985 eröffnete er mit 25 Jungmusikern/innen, 1986 wuchs das Jugendorchester dank Erich schon auf 44 Aktive an. Im Jahr 1988 gründete Erich die „Minis“ und eröffnete am 3.12. die Weihnachtsfeier. Sein Einsatz wurde belohnt, denn am 24.6.1990 erreichte er mit der Jugend einen 1. Rang mit Belobigung beim Jugendmusiktag in Biebergemünd.

Einen weiteren musikalischen Höhepunkt erklomm Erich Fischer mit der Jugend beim Wertungsspielen des Hess. Musikverbandes am 23.6.1991 in Bad Soden -Salmünster. Er erzielte in der Oberstufe mit dem Pflichtstück „Andante“ von L.v. Beethoven und „High Society“ von M. Schneider die Höchstpunktzahl und damit einen ersten Rang mit Auszeichnung.

In den folgenden Jahren widmete sich Erich verstärkt dem Stammorchester. Er war mittlerweile ausgebildeter Dirigent mit den entsprechenden Prüfungen, was sich als Segen erwies. Unser damaliger und unvergessener Dirigent, Gerhard Lorenz, erkrankte 14 Tage vor unserem Konzert am 20.11.1999. Was tun? Erich übernahm die Verantwortung und dirigierte das Stammorchester mit großem Erfolg.
Sein Wirken wurde denn auch überregional erkannt und so erhielt Erich bei der Weihnachtsfeier im Jahr 2000 den Ehrenbrief des Landes Hessen durch den damaligen Landrat Karl Eyerkaufer.

Im Jahr 2002 ergab sich leider eine ähnliche Situation wie 1999. Kurz vor dem Konzert im November musste Gerhard Lorenz krankheitsbedingt absagen. Was tun? Absagen? „Kommt nicht in Frage“, sagte Erich und er übernahm wieder die Verantwortung für das Stammorchester, und meisterte ein weiteres Konzert.

Erich überzeugte nicht nur durch sein musikalisches Wirken. Auch als Mensch war er sehr präsent, „hart aber herzlich“, in seiner Art. Seine markigen Sprüche sind unvergessen. Er war kontaktfreudig, feierfreudig und ein ausgezeichneter Gesellschafter. Er kannte viele Menschen und die kannten ihn. Er schaute über den Tellerrand und pflegte Kontakte zu anderen Vereinen, insbesondere auch zu den Musikfreunden aus Bruchköbel, wo er ebenfalls ausbildete. Erich fehlt nicht nur seiner Familie, seinen Kindern und Enkeln, er fehlt dem Verein und dem ganzen Dorf. Er bleibt einmalig und unvergessen.